Die Lehre der vier klassischen Temperamente
Die Temperamentenlehre lässt sich bis ca. 400v.Chr. zurückverfolgen. Ursprünglich wurde das
einzelne Temperament an einen bestimmten Körpersaft gekoppelt:
Blut („Sanguis"): Sanguinisch (heiter, aktiv)
Schleim („Phlegma"): Phlegmatisch (passiv, schwerfällig)
Schwarze Gallenflüssigkeit („Melas Cholé"): Melancholisch (traurig, nachdenklich)
Gelbe Gallenflüssigkeit („Cholé"): Cholerisch (reizbar und erregbar)
Wie Sie sehen, verwenden wir heute noch diese Lehre, wenn auch unbewusst.
Sicher kennen auch Sie jemanden, der "heißblütig" ist, und wahrscheinlich ist auch Ihnen bereits
das eine oder andere Mal "die Galle hochgekommen".
Dazu sei gesagt, dass wir wohl keinem dieser vier Temperamente je in Reinkultur
gegenüberstehen. Dennoch bietet das Studium dieser vier Charaktere eine gute Möglichkeit
der Orientierung und der Selbsteinschätzung.
Als Redner profitieren wir in doppelter Hinsicht von ihnen:
Beobachtung und Vergleich mit uns selbst zeigt die Wirkung auf unser Publikum
Auch unsere Zuhörer sind (Man höre und staune) Menschen und lassen sich somit in diesen
vier grundlegenden Temperamenten wieder finden
Somit ist das Wissen um diese Charaktertypen für die Analyse unserer Zielgruppe beim
Sprechen von großer Bedeutung!
“In den Spiegel schauen ist eine Sache -
sich darin erkennen eine andere!”