Rede Wendung | Reden ist Gold...wenn man es kannKörpersprache: Die KopfhaltungEine Rede ist ein Monolog....Irrtum!Die Körpersprache ist für Sie in doppelter Hinsicht von Belang. Zum Einen transportieren Sie Signale zu ihrem Publikum, zum anderen lohnt es sich aber durchaus, Ihre Zuhörer im Auge zu behalten. Dies gibt ihnen die Chance, auf Krisensituationen zu reagieren, bevor sie ausufern, festzustellen, wen Sie bereit überzeugt haben, und abzukürzen, wenn Ihre Zuhörer fest schlafen. Sie erkennen auch, wen Sie bereits überzeugt haben und wen Sie noch begeistern müssen.Beginnen wir mit der Kopfhaltung:Die neutrale KopfhaltungSie weist keine Tendenz in eine bestimmt Richtung auf. Der Kopf ist gerade und symmetrisch ausgerichtet, der Blick offen, kommunikativ und nach vorne ausgerichtet. Dieser Mensch wirkt unvoreingenommen.Diese Kopfhaltung sollte unsere Grundhaltung bei Reden sein.Im Falle unseres Zuhörers können wir davon ausgehen, daß er uns folgt und offen für das ist, was wir sagenDie zurückgelehnte Kopfhaltung (die witternde Katze)Hier wird eine vergrößerte Distanz zum Gesprächspartner geschaffen. Beachten Sie den Blickwinkel, er wirkt automatisch „von oben herab“! Diese Kopfhaltung zeigt Skepsis, Geringschätzung, Zweifel. Ihr Zuhörer zweifelt eindeutig an Ihren Worten.Abhängig vom Temperament Ihres Zuhörers sollten Sie mit einem “Angriff” oder mit sich einstellendem Desinteresse rechnen. Es kommt darauf an, ob der Teilnehmer sich angegriffen fühlt und eine Verteidigung für nötig emfindetSie als Redner würden mit dieser Haltung Geringschätzung und Arroganz zum Ausdruck bringen.Die gesenkte Kopfhaltung (der schnaubende Stier)Fällt Ihnen auch auf Anhieb der Stier mit gesenkten Hörnern ein?Der Mensch verschanzt sich, nimmt eine Position ein, die er zu verteidigen bereit ist. Achten Sie auf die Augen. Die Botschaft ist klar: „Ich bin in der Defensive, aber ich werde nicht weichen“Als Redner würden Sie mit dieser Kopfhaltung Ihren Zuhörern drohen.Die Konsequenz wäre eine Konfrontation, mit einem Zuhörer, es könnte aber auch sein, daß der Zuhörer wichtige Fragen nicht stellt oder Ínformationen zurückhält, weil er sich eingeschüchtert fühltDie herausgeschobene Kopfhaltung (das wachsame Erdmännchen)Diese Kopfhaltung ist fast ein nonverbaler Aufschrei. Dieser Mensch sucht den Kontakt, nähert sich mit dem Kopf, doch die Worte fehlen noch. Der Blick kann auch suchend sein. Vielleicht sucht ein Zuhörer den Kontakt zu Ihnen?!Die eingezogene Kopfhaltung (die bedrohte Schnappschildkröte)Diese Person ist in Deckung gegangen. Doch nicht unbedingt hat sie kapituliert. Oft kommt es vor, dass Menschen aus dieser Position plötzlich „zuschnappen“. Denken Sie daran: Wer in Deckung geht, rechnet mit Konflikten! Dies gilt auch für Sie als Redner. Mit dieser Kopfhaltung signalisieren Sie dem Publikum, dass Sie innerlich in keinster Weise entspannt sind.